Heimat- und Geschichtsverein

Berga/Elster

Gedanken zu einem Baum

Wir schreiben das Jahr 1525. Der Deutsche Bauernkrieg ist zu Ende, die Religionskriege stehen kurz vor dem Ausbruch und werden Europa bis Ende des Jahrhunderts in Atem halten. Die bisherigen Kriegswaffen Sense und Dreschflegel werden zunehmend durch Gewehre und Kanonen ersetzt. Pulverdampf wird Europas Schlachtfelder verhüllen.
An einem Herbsttag in dieser geschichtsträchtigen Zeit fällt - von niemandem bemerkt - in Berga eine Eichel von einem Baum. Und beginnt zu keimen. Es entsteht ein kleines Bäumchen. Ob das in der Mitte der Stadt geschah, oder ob das Bäumchen später dorthin verpflanzt wurde, vermag niemand zu sagen. Im Laufe der Zeit wurde aus dem Bäumchen ein Baum, und dann ein großer Baum. Stolz und unübersehbar wuchs der Baum, wurde zum Wahrzeichen der Stadt. Viel hat der Baum im Laufe seines Lebens gesehen – unzählige weitere Kriege zogen über das Land, Stürme und Gewitter setzten ihm zu.DSC04435 Mancher Blitz fuhr in die Krone, beschädigten den Baum – aber die Menschen hatten ihn irgendwie liebgewonnen und halfen ihm beim Überleben. Er wurde unter besonderen Schutz gestellt damit ihm ja nichts Böses widerfahre. Dann wurden Sraßen gebaut. Gleichgültig war's dem Baum nicht, er litt – aber er lebte.
Es kam das - beinahe schicksalshafte - Jahr 2012. Der Schutz des Baumes liegt in Händen von hochqualifizierten und hochbezahlten Amtsinhabern an grünen Tischen in nahen und manchmal doch so fernen Städten, die keine Vorstellung davon haben, was dieser Baum den Bürgern bedeutet. Und diese Amtsinhaber wollen das vollbringen, was 450 Jahre Krieg und Wetter nicht geschafft haben – dem Baum den Garaus machen. Doch sie haben die Rechnung ohne die Bürger gemacht – als die von ihnen befehligten Truppen mit ihrem Kriegsgerät in Form von Kettensägen und Schredder anrücken, ist kein Herankommen an den Baum, da dieser von Menschen umstellt und verteidigt wird. Nach einigen Diskussionen rücken die Truppen unverrichteter Dinge ab, der Baum bleibt stehen und gehört von nun an wieder der Stadt und ihren Bürgen, die sich fortan ohne amtliche Unterstützung selbst um ihren Baum kümmern wollen und werden.DSC04441a

Das Foto rechts ist ein Foto aus diesem Jahr (2016) und zeigt, wie gut sich der Baum erholt hat – allen Unkenrufen zum Trotz. Fachleute bescheinigen ihm Vitalität und bei richtiger Pflege auch gute Chancen für die nahe Zukunft. Die Pflege des Baumes wird von einem erfahrenen Unternehmen ausgeführt, die dabei entstehenden Kosten wurden und werden vom Heimatverein Berga und dessen Mitgliedern getragen. Es kann aber jeder gern auch durch eine kleine Spende – jeder Euro ist willkommen! - zur weiteren Pflege zum Erhalt des Baumes beitragen. Spenden kann man bar direkt an der Eiche (im Spittel) oder unbar durch Überweisung auf das Konto des Heimatvereins:

Kontoinhaber: Heimatverein Berga/Elster
IBAN: DE42 8306 5408 0004 8217 42
BIC: GENO DEF1 SLR
Kreditinstitut: Deutsche Skatbank
Verwendungszweck: Eiche

Auf Wunsch gibt es auch eine vom Finanzamt anerkannte Spendenquittung.